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“Mezamor muss vom Netz – die EU hat fehlende Sicherheitsstandards längst bemängelt und sogar 100 Mio. Euro für die Abschaltung angeboten.” – Beate Walter-Rosenheimer

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Alumniportal Aserbaidschan: Das veraltete armenische Kernkraftwerk Mezamor gilt laut National Geographic als der gefährlichste Meiler der Welt und stellt eine unmittelbare Bedrohung für die benachbarten Länder Türkei, Georgien und Aserbaidschan dar. Trotz mehrmaliger Forderungen der Europäischen Union weigert sich die armenische Seite, die sich in der Erdbebenzone befindlichen Anlage vom Netz zu nehmen. Im Gegenteil wurde vor wenigen Jahren die Laufzeit verlängert. Wie würde sie das kommentieren?

Ich sage es mal ganz grün: wir kommen aus der Anti-Atomkraft-Bewegung und da sind wir uns auch treu geblieben. Wir sind und bleiben Gegner*innen jeglicher Kernenergienutzung und deren unberechenbaren Risiken. Für Deutschland haben wir unser politisches Ziel erreicht und die Abschaltung aller Kernkraftwerke ist terminiert. Der Endlagerfrage für verbrauchten Atommüll stellen sich vor allem unsere grünen Minister*innen in den Ländern mit brauchbaren Vorschlägen. > Wenn -wie im Fall Mezamor – das AKW eine tickende Zeitbombe ist, da es an tektonisch kritischer Stelle gebaut wurde und radioaktive Strahlung auch ohne Erdbebengefahr vermutet wird, gilt das Obengesagte für mich noch viel mehr. Mezamor muss vom Netz – die EU hat fehlende Sicherheitsstandards längst bemängelt und sogar 100 Mio. Euro für die Abschaltung angeboten. Damit lässt sich das AKW nicht nur abwracken, sondern es können alternative Energieträger aufgebaut werden.

Weiter zum Interview mit Beata Walter-Rosenheimer 

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