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Armenien vs Aserbaidschan: Der Krieg wird fortgesetzt und fordert immer neue Opfer.

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Die Energiepipelines sind auch von enormer Bedeutung für die Souveränität und die Volkswirtschaft Georgiens und für die Energiesicherheit Israels. Ja, ja, richtig gehört und gelesen, Israels. 40% aller aserbaidschanischen Erdöllieferungen über diese Pipelines landen schließlich in Israel.

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Dr. Gurban AIakbarov

Dr. Gurban AIakbarov

Dolmetscher und Politikwissenschaftler

Nun nochmals zur Lage an der aserbaidschanisch-armenischen Grenze. Der Krieg wird fortgesetzt und fordert immer neue Opfer. Das Ziel der armenischen Seite wird klar und deutlich: die strategisch wichtige aserbaidschanische Region Tovuz zu besetzen, die internatiolan Energiepipelines, die durch diese Region laufen, zu kappen. Es ist durchaus verständlich, dass Armenien wieder und wie immer in den letzten 200 Jahren den Handlanger Russlands spielt. Denn diese Pipelines waren stets ein Dorn in den Augen der russischen Seite, bedrohten sie doch die Dominanz Russlands in den europäischen Energiemärkten. Die Energiepipelines sind auch von enormer Bedeutung für die Souveränität und die Volkswirtschaft Georgiens und für die Energiesicherheit Israels. Ja, ja, richtig gehört und gelesen, Israels. 40% aller aserbaidschanischen Erdöllieferungen über diese Pipelines landen schließlich in Israel. Damit fahren die israelischen Panzer und fliegen die israelischen Flugzeuge. Ich dachte, die nationale Sicherheit Israels ist doch Teil der Staatsräson in Deutschland. Oder habe ich das falsch wahrgenommen?
Das geschieht, wenn man den Gestalten wie Herr Özdemir und seiner Partei nachrennt, die Beschlüsse über die Anerkennung von Ereignissen verfasst und verabschiedet, über die man 0 Ahnung hat, sich in die Angelegenheiten von anderen einmischt und schließlich den Agressor stärkt und damit in die Hände Russlands spielt. Ja, die Anerkennung des “so genannten Völkermordes an Armeniern” dient nur der Stärkung des Aggressors, indem er moralisch durchaus umstrittene Blankokarte im Sinne der moralischen Überlegenheit in die Hand gedrückt bekommt, um seinen Wahnsinn in die Höhe zu treiben.
Der armenische Ministerpräsident Paschinjan, der hier und da gerne als Demokrat angesehen wird, setzt nur die Politik seiner Vorgänger fort. Es gibt keine wesentlichen Änderungen und es kann sie auch nicht geben, in einem Land, dessen Grenzen von den russischen FSB-Grenztruppen überwacht werden.
Aserbaidschan wird weiter kämpfen, weder Armenien noch Russland werden ihr Ziel erreichen. Und statt Maas und Co würde ich in Deutschland gerne Schmidts und Genschers an der Macht sehen. Es ist langsam Zeit, die Rosabrillen wegzustellen und der Realität in die Augen zu schauen. Und das je früher desto besser!

Bergkarabach – der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan. Religiös motiviert?

Fast in jeder deutschen Online-Zeitung oder -Zeitschrift ist im Bezug auf den Begrkarabachkonflikt die Rede von einem „chritstlichen Armenien und muslimischen Aserbaidschan“.
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