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Gurban Alakbarov über die jüngsten Gefechte zwischen Armenien und Aserbaidschan

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Dr. Gurban Alakbarov

Dr. Gurban Alakbarov

Dolmetscher und Politikwissenschaftler

Es tobt wieder Krieg an den Grenzen Aserbaidschans. Von der geografischen und deutschen Perspektive her mag das ein unbedeutender Konflikt irgendwo im Kaukasus sein, doch das Echo des Konfliktes ist auch in Deutschland deutlich wahrzunehmen und zu hören. Zumal die deutsche Presse gefällt sich wieder im Versuch, die Auseinandersetzungen zwischen Aserbaidschan und Armenien als den uralten Konflikt der muslimischen Barbaren und der zivilisierten chtistlichen Armenier zu verkaufen, indem die Opferrolle der armenischen Seite per se und automatisch zugeschrieben wird. Die armenische Wahrnehmung differenziert ebenfalls kaum zwischen dem Aserbaidschaner und dem Türken, für die armenische Seite ist und bleibt die Agression gegen Aserbaidschan ein Rachefeldzug für den so genannten “Völkermord” von 1915. Ob die deutschsprachigen Medien ebenfalls kaum zwischen dem Aserbaidschaner und dem Türken differenzieren können, so etwas würde ich nicht behaupten. Aber es soll endlich klar und deutlich auf den wahren Agressor hingewiesen werden und das ist und bleibt einzig Armenien. Seit 12. Juli beschießt Armenien mit schweren Artilleriegeräten die aserbaidschanischen Ortschaften entlang der Grenze. Es gibt zahlreiche militärische und zivile Opfer. Wer wird nun den Agressor stoppen? Der Westen? Kaum. Zu viele tiefverwurzelte “Völkermord”-Reverenzen. Russland? Ist verbündet mit Armenien. Der schiitische Iran, der angebliche Retter aller Muslime der Welt? Da könnte ich nur lachen. Die Türkei…. Auch nicht, denn dieses Problem muss allein und nur von den Aserbaidschanern selbst gelöst werden. Und es wird gelöst. Da bin ich mir sicher!

Zum Hintergrund der jüngsten Ereignisse

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