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Chronologie der armenischen Artillerieangriffe auf zivile Standorte und Infrastruktur in aserbaidschanischen Städten außerhalb der Kampfzonen in Bergkarabach

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Dr. Samir Hasanov

Dr. Samir Hasanov

27.09.2020

Bereits seit dem 27. September 2020 wurden die frontnahen Dörfer und Städte zur Zielscheibe des armenischen Artilleriefeuers. Am schwersten betroffen ist die Stadt Terter, die nur wenige Kilometer von der Frontlinie entfernt liegt und seit den ersten Stunden ununterbrochen heftig beschossen wird.

Stadt Terter nach dem Angriff

An diesem Tag wurde ein Wohnhaus in der Stadt Naftalan zerstört. Alle Mitglieder einer 5-köpfigen Familie (darunter zwei Kinder), die sich in der Wohnung befanden, wurden getötet.

Ein Wohnhaus in der Stadt Naftalan nach dem Beschuß

29.09.2020

Ab dem 29. September begann Armenien die zivilen Wohnobjekte außerhalb Bergkarabachs verstärkt unter die Lupe zu nehmen. In den vergangenen Tagen wurden die Städte Bärdä, Schämkir und Agdschabadi vom armenischen Artilleriebeschuss getroffen.

Eine Schule in Agdam nach dem Bombenangriff

04.10.2020

 

Mit schnellem Vorrücken aserbaidschanischer Armee und Befreiung einiger wichtiger Dörfer und Provinzen hat Armenien seit den Morgenstunden des 4. Oktober 2020 jegliche Grenzen einer moralischen Kriegsführung überschritten und zur gezielten Zerstörung ganzer ziviler Standorte Aserbaidschans, die weit vom eigentlichen Kampfgebiet liegen, übergegangen. In ihrer Verzweiflung setzt Paschinjan alles auf eine Karte: Eine Gegenreaktion Aserbaidschans heraufbeschwören und den Eintritt Russlands in kriegerische Handlungen bewirken. Zum ersten Ziel dieser barbarischen Strategie wurde Gändscha (70 Kilometer von Bergkarabach entfernt), die zweitgrößte Stadt Aserbaidschans mit einer Einwohnerzahl von 350.000 Menschen. Am 4. Oktober wurden vom armenischen Territorium aus vier ballistische Raketen in Richtung Gändscha abgefeuert. Mehrere zum Teil historisch bedeutsame Wohnhäuser wurden zerstört, andere schwer beschädigt. Dabei kamen zwei Zivilisten ums Leben. 16 weitere Personen, darunter 72-jährige Karine Grigoryan, eine ethnische Armenierin, wurden verletzt.

Gändscha nach dem armenischen Angriff

Nur wenige Stunden später machte die armenische Seite ihrer längst versprochenen Drohung gegen die kritische Infrastruktur Aserbaidschans wahr. Sie haben es auf die Stadt Mingatschewir (80 Kilometer von der Frontlinie entfernt) und den sich dort befindlichen Stausee (das größte Wasserreservoir im Südkaukasus) abgesehen. Die abgeschossenen Raketen konnten abgewehrt werden bzw. haben ihr Ziel nicht erreicht. Beinahe parallel zu diesem Angriff wurden zwei weitere Raketenabschüsse gemeldet, diesmal in die 330 Kilometer östlich gelegene Stadt Xizi und die Halbinsel Abscheron am Kaspischen Meer, um dortige Ölfelder zu zerstören. Um den Siegeszug der aserbaidschanischen Armee zu verhindern, scheint der armenischen Führung jedes Mittel recht. Mit gezieltem Beschuss ganzer ziviler Ortschaften begeht Armenien in diesen Tagen zahllose Kriegsverbrechen und verstößt grob gegen sämtliche Bestimmungen der Genfer Konvention.

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